Natur und Umwelt Aktuell
Fisch des Jahres 2012: Die Neunaugen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 07:38 Uhr

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Grafik: Manfred Siedler - Bergedorfer Kommunikationsdesign/Hamburg

Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Angler Verband (DAV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Neunaugen zum Fisch des Jahres 2012 gewählt.

Neunaugen, deren Entwicklung rund 400 bis 500 Millionen Jahren zurückreicht, gehören zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den „Fischen“, sondern zu den so genannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugenbestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll aber auch darauf hingewiesen werden, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Fortbestand der einzelnen Arten zu sichern.

In Deutschland gibt es vier Neunaugenarten: Bach- und Flussneunauge, Ukrainisches Neunauge sowie das Meerneunauge. Statt des gewöhnlichen Fischmauls mit Ober- und Unterkiefer haben alle Arten einen kreisförmigen, innen bezahnten Saugmund auf der unteren Seite des Kopfes. Der Körper ist aalförmig und hat keine Schuppen. Die deutsche Bezeichnung Neunauge ist sehr alt und entstand durch ungenaue Beobachtung Die eigentlichen Augen, die nur einfach vorhandene Nasenöffnung und die sieben, seitlich gelegenen Kiemenöffnungen erwecken bei flüchtigem Betrachten den Eindruck, das Tier hätte neun Augen auf jeder Körperseite.

Alle Neunaugen laichen im Süßwasser ab und kommen dort zur Welt. Während die Bachneunaugen das ganze Leben im Süßwasser verbringen, handelt es sich beim Fluss- und Meerneunauge um Wanderarten. Direkt nach der Umwandlung zum erwachsenen Tier wandern sie ab in die Brackwasserregionen oder ins Meer. Dort ernähren sie sich parasitisch, indem sie sich an Fischen festsaugen und mit ihrem Zungenkopf die Haut aufraspeln. Dabei nehmen sie Blut und Gewebeteile auf. Z. T. bohren sie sich sogar bis in die Körperhöhle des Opfers vor. Im Gegensatz dazu nehmen Bachneunaugen im erwachsenen Zustand keine Nahrung mehr zu sich und werden somit auch nicht als Fischschädlinge auffällig. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife erlischt bei allen Arten die Nahrungsaufnahme.
Zur Fortpflanzung steigen Fluss- und Meerneunaugen oft mehrere hundert Kilometer in die Flüsse zu ihren Laichgebieten auf (sog. Lang-Distanz Wanderer). Im Frühling bilden sich Laichgesellschaften, die unter aktiven Paarungsspielen Laichgruben ausheben, indem sie mit Hilfe des Saugmaules Steine aufsammeln und entfernen. Nach dem Laichakt sterben die Neunaugen an Entkräftung.

Die geschlüpften blinden Larven, Querder genannt, vergraben sich im Sand oder Schlamm. Der Kopf bleibt frei und filtert feine Nahrungspartikel wie Kleinlebewesen oder Pflanzenteilchen aus dem Wasser. Das Larvenstadium ist die längste Phase im Leben der Neunaugen. Es dauert mindestens fünf Jahre. Anschließend vollziehen die Tiere einen erstaunlichen Gestaltwandel vom Larven- zum Erwachsenenstadium.
Im 19. Jahrhundert waren Neunaugen in unseren heimischen Gewässern noch sehr häufig und weit verbreitet. Sie wurden durch die Fischerei genutzt und waren als Nahrungsmittel des Menschen bis ins 20. Jahrhundert beliebt. Durch Verschmutzung und Verbau der Gewässer sind sie stark zurückgegangen. Wo durch Regulierungen keine sandigen Sedimentbänke mehr vorkommen, oder durch Aufstau kiesige Laichplätze verloren gegangen sind und Sandbänke von Schlamm überdeckt werden, verschwinden auch die Neunaugen. Hindernisse wie Querverbauungen können sie nicht überwinden und auch so manche Fischaufstiegshilfen nicht passieren.

Sollte der Ausbau von Wasserkraftwerken und Querbauwerken vorangetrieben werden, ist zu befürchten, dass sich der mancherorts inzwischen wieder gebesserte Erhaltungszustand der Neunaugen wieder verschlechtern könnte.
V.i.S.d.P.
Verband Deutscher Sportfischer e.V., Offenbach, den 18.11.2011
Peter Mohnert
-Präsident-

 

neunaugenmesser

Für Sammler hat der VDSF auch das Messer zum Fisch des Jahres 2012 herausgebracht.

Das neue Messer zum Fisch des Jahres 2012 ist ein kräftiges, aber dennoch elegantes Taschenmesser für den täglichen Gebrauch. Es wurde exklusiv von der Firma Haller fürden VDSF gefertigt. Die Griffbeschalung besteht aus Leichtmetall mit einer Auflage aus Ebenholz.
Alle Metallteile sind dunkelgrau beschichtet.

Das Messer wird in einer edlen Holzbox mit VDSF Aufdruck und einer robusten Cordura-Messertasche geliefert. Es kostet 24,50 € und ist im VDSF-Shop erhältlich

Klingenlänge 8,5 cm, 440 Stahl.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 07:57 Uhr
 
Angler für eine „lebendige Alster“ Drucken E-Mail
Geschrieben von: Frank Schlichting   
Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 09:49 Uhr
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Voller Einsatz: Thorsten Böhme und Maik Otto vom Anglerverein "Alster" kippen Kies in die Alster. Foto: Frank Schlichting

 

Im Zuge des Projekts „Lebendige Alster“ sind Ende Oktober in der Alster bei Bergstedt mehrere Kiesbetten angelegt worden. Mit Schaufeln und Schubkarren wurden insgesamt 180 Tonnen Kies versenkt. Unter der Leitung des BUND und des NABU haben sich neben dem Angelsport-Verband Hamburg und dem Angelverein „Alster“ viele freiwillige Helfer wie Schulklassen und die freiwillige Feuerwehr beteiligt.

Finanziert wird das Ganze unter anderem von der Otto-Stiftung und ist auf einen Zeitraum von 4 Jahren angesetzt.

Auf der Flussstrecke unterhalb der Trillup-Brücke wurde der Kies an mehreren Stellen verteilt. Er soll in erster Linie die Fließgeschwindigkeit der Alster erhöhen und aufsteigenden Bach- und Meerforellen eine Grundlage zum Laichen bieten.

Da dieser Bereich allerdings einer der tiefsten und langsam fließendsten Vereinstrecken des AV Alster ist, war punktuell sehr viel Kies notwendig, damit die Strömungsgeschwindigkeit sichtbar schneller wurde. An einigen Stellen wurde der Kies nur im Uferbereich verteilt, während an anderen Stellen das gesamte Flussbett bis zum gegenüber liegenden Ufer eine Kiesschicht erhielt. Jetzt gilt es abzuwarten, was diese schweißtreibende Aktion bewirken wird.

Bereits im Jahr 2008 wurden vom AV Alster 35.000 Meerforellen-Brütlinge in Nebenflüssen der Alster ausgesetzt. Theoretisch könnten also in den nächsten Jahren die ersten Meerforellen zurückkehren und die neuen Kiesbetten zum Laichen nutzen. Dafür müssten aber noch an allen Schleusen Fischtreppen entstehen.

Da an der Schaartor Schleuse und an der Rathaus Schleuse Schiffe geschleust werden, sind sie theoretisch auch für Meerforellen durchgängig.

An der ersten großen Hürde, der Fuhlsbüttler Schleuse, entsteht im Zuge der Umbaumaßnahmen gerade eine Fischtreppe.

png-logo-rgb_350pxDie nächste Barriere wäre dann die Poppenbüttler Schleuse (wobei Meerforellen bei Hochwasser theoretisch in der Lage sein müssten, das Wehr zu überspringen). Der seitliche Kanal wäre für eine Fischtreppe jedenfalls wie geschaffen!

An der Mellingburger Schleuse können die Fische jetzt schon den seitlichen Überlauf wunderbar als Aufstiegshilfe nutzen.

Wenn dann noch die Wohldorfer Schleuse eine Fischtreppe bekommt, hätten die Meerforellen in der Alster freie Bahn, denn alle weiteren Schleusen sind inzwischen offen. Es wäre doch ein echter Erfolg, wenn irgendwann tatsächlich Meerforellen in die Alster aufsteigen würden!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 10:11 Uhr
 
Hochseesprintern geht die Luft aus Drucken E-Mail
Geschrieben von: IFM GEOMAR   
Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 10:31 Uhr

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Ein Blauer Marlin bei einem Boot, von dem aus Wissenschaftler eine Messsonde an dem Hochseefisch angebracht haben.
Foto: Guy Harvey

Sauerstoffabnahme im tropischen Atlantik begrenzt den Lebensraum von Marlin & Co

In den tropischen Ozeanen wachsen die Zonen mit wenig oder gar keinem Sauerstoff im Meerwasser – das zeigen unter anderem die Arbeiten Kieler Wissenschaftler. Jetzt konnten Forscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) zusammen mit Kollegen aus den USA, Kanada und Großbritannien nachweisen, dass dieser Sauerstoffrückgang bereits den Lebensraum großer Hochseefische wie Marline oder Thunfische deutlich eingeschränkt hat. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschaftsjournals „Nature Climate Change“

 

Der Blaue Marlin gehört nicht nur zu den größten, sondern mit Spitzengeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde auch zu den schnellsten Fischen im Atlantischen Ozean. Für derartige Höchstleistungen ist er – wie andere große Hochseefische auch – auf eine großzügige Versorgung mit Sauerstoff angewiesen. Doch Sauerstoff ist im Ozean nicht gleichmäßig verteilt und Regionen mit zu geringen Konzentrationen begrenzen den Lebensraum der Hochseefische. „Genau diese Regionen werden messbar größer“, sagt der Ozeanograph Dr. Lothar Stramma vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). Zusammen mit Dr. Eric Prince vom National Marine Fisheries Service in Miami (USA), Dr. Sunke Schmidtko vom Pacific Marine Environmental Laboratory in Seattle (USA) und weiteren Forschern aus Kiel, Halifax (Kanada) und Miami (USA) hat er anhand von Beobachtungsdaten untersucht, ob die Regionen, in denen große Hochseefische leben können, wirklich kleiner geworden sind. Das Ergebnis ist alarmierend. „Der Lebensraum des Blauen Marlins im tropischen Ostatlantik ist zwischen 1960 und 2010 um 15 Prozent geschrumpft“, sagt Dr. Stramma. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe des internationalen Fachmagazins „Nature Climate Change“.
In allen tropischen Ozeanen existieren unterhalb einer gut durchlüfteten Wasserschicht an der Meeresoberfläche Zonen mit reduziertem Sauerstoffgehalt. Sie werden Sauerstoffminimumzonen genannt. Bedingt durch den CO2-Anstieg in der Atmosphäre und den damit verbundenen Temperaturanstieg erwarten Forscher eine allgemeine Abnahme des Sauerstoffgehalts im Ozean. Das liegt zum einen daran, dass wärmeres Wasser nicht so viel Sauerstoff aufnehmen kann. Zum anderen sinkt weniger sauerstoffreiches Wasser in subpolaren Regionen ab und folglich werden die tiefen Schichten des Ozeans weniger belüftet. „Anhand von Modellrechnungen und Messungen im tropischen Atlantik kennen wir die Ausbreitung der Sauerstoffminimumzonen. Außerdem kennen wir die Sauerstoffkonzentration, die Hochseefische zum Leben benötigen. Daraus konnten wir berechen, wie groß deren Lebensräume in Atlantik sind“, erklärt Dr. Stramma. Zusätzlich haben die Wissenschaftler insgesamt 47 Blaue Marline mit Messsonden versehen, um ihr Tauchverhalten zu beobachten. Diese Daten haben die Annahmen bestätigt. „Die Marline tauchten nur in den vorhergesagten Wasserschichten. Die Wassertiefe, in die sie vordringen, wird dabei immer kleiner, weil sich die Sauerstoffminimumzonen in Richtung Wasseroberfläche ausdehnen“, erklärt Dr. Stramma. Eine Ausdehnung der
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Eric Prince (links), einer der Autoren der "Nature Climate Change" Studie, bringt eine Messsonde an einem Blauen Marlin an. Foto: NOAA fisheries
sauerstoffarmen Gebiete führt also in den oberen Wasserschichten des Ozeans zu einem Verlust des Lebensraums. Damit ist gleichzeitig das Risiko verbunden, dass oberflächennahe Fischereimethoden die Bestände der großen Hochseefische noch mehr bedrohen.

Die Stärke des Lebensraumverlustes könnte tiefgreifenden Einfluss auf das Ökosystem des offenen Ozeans und die Hochseefischerei z.B. für Schwert- und Thunfischfang nehmen. Hohe Fangraten in Gebieten mit reduziertem Lebensraum könnten zu einer Überschätzung der Fischpopulation führen. „Somit sollte das Phänomen der Reduzierung des Lebensraums bei der Festsetzung der erlaubten Fangmengen berücksichtigt werden“, resümiert der Kieler Ozeanograph.

Die vorgestellten Messergebnisse sind ein wichtiges Zwischenergebnis für die laufenden Arbeiten im Kieler Sonderforschungsbereich SFB 754: „Klima – biogeochemische Wechselwirkungen im tropischen Ozean“. Der SFB 754 soll helfen, das Wechselspiel von

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Dr. Lothar Stramma, Erstautor der aktuellen "Nature Climate Change"-Studie, erklärt ein Schemabild zur Ausbreitung der Sauerstoffminimumzonen.
Foto: IFM-GEOMAR

Klima, Chemie, Physik und Biologie des tropischen Ozeans besser zu verstehen. „Gerade die aktuelle Studie zeigt, dass die Veränderungen des verfügbaren gelösten Sauerstoff im Ozean sehr konkrete Auswirkungen auf die Lebewelt und letztendlich auf den Menschen haben kann“, betont Dr. Stramma.

Weitere Informationen: Der Sonderforschungsbereich 754
Der Sonderforschungsbereich 754 „Klima – biogeochemische Wechselwirkungen im tropischen Ozean“ wurde 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR eingerichtet. Im November 2011 entschied die DFG auch die zweite Phase bis 2015 zu finanzieren. Untersuchungsschwerpunkte des Großforschungsprojektes sind die Reaktion tropischer Sauerstoffminimumzonen auf Änderungen in der Ozeanzirkulation und Ventilation des tiefen Ozeans, das Verhalten der Senken und Quellen von Nährstoffen bei Veränderungen im Sauerstoffgehalt und die Größenordnungen, Zeitskalen, und wichtigsten Kontrollmechanismen von früheren, heutigen und zukünftigen Veränderungen im ozeanischen Sauerstoff- und Nährstoffhaushalt.

logo_ifm-geomarOriginalarbeit:
Stramma, L., E.D. Prince, S. Schmidtko, J. Luo, J.P. Hoolihan, M. Visbeck, D.W.R. Wallace, P. Brandt, und A. Körtzinger (2011): Expansion of oxygen minimum zones may reduce available habitat for tropical pelagic fishes. Nature Climate Change,
http://dx.doi.org/10.1038/NCLIMATE1304

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 10:50 Uhr
 
Quappen für Hamburg Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Purps / Manfred Siedler   
Donnerstag, den 17. November 2011 um 08:08 Uhr
Quappe am Elbgrund - Grafik: Manfred Siedler

Am 28.10.2011 wurden die Hamburger Verbandsgewässer sowie die freie Alster durch den Angelsport-Verband Hamburg e.V. mit insgesamt 3270 einsömmrigen Quappen (auch Rutte genannt
lat. Lota lota) mit einer Länge von ca. 10-15 cm besetzt.

Dabei erhielten die Alte Süderelbe, die Dove Elbe und die Gose Elbe zusammen 1120 Tiere und 2150 Tiere fanden in der Außenalster eine neue Heimat.

 

Die Quappe war in der Elbe und ihren Zuflüssen ehemals häufig und durchaus von fischereilicher Bedeutung. Während der Hauptfangzeit im November und Dezember waren in der Strecke bei Geesthacht Nachtfänge von 1000 kg nicht ungewöhnlich. Damals vor 100 Jahren gab es aber auch noch nicht....

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. November 2011 um 08:22 Uhr
 
De Pöhl mut sitten Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Jankowski   
Freitag, den 29. April 2011 um 08:05 Uhr

"De Pöhl mut sitten"

Bericht von einem Besuch bei den Kollegen vom LFV Weser-Ems zur Fließgewässer-Renaturierung

Der Bericht kann in unserem Download-Bereich als PDF heruntergeladen werden.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. April 2011 um 09:08 Uhr
 
Der Angelsport-Verband Hamburg stellt erstmalig einen Biologen ein Drucken E-Mail
Montag, den 07. Februar 2011 um 17:08 Uhr

Der Angelsport-Verband Hamburg stellt erstmalig einen Biologen ein:

 

Seit dem 01. November 2010 ist der Fischereibiologe Robert Jankowski Angestellter des Angelsport-Verbandes Hamburg. Herr Jankowski ist bereits seit April 2010 als Referent für Umwelt und Naturschutz beim Verband tätig und hat im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ein Konzept für die Bonitierung der Verbandsgewässer vorgelegt das die Einstellung eines Biologen erforderlich machte. Dank der Förderung durch die Fischereiabgabe der Hansestadt Hamburg ist es möglich, zunächst bis Ende 2011 befristet, dieses Konzept umzusetzen.

Robert Jankowski hat in Hamburg Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft studiert und verfasste seine Diplom Arbeit über juvenile Rapfen in der Tideelbe. Er war mehrere Jahre in verschiedenen Projekten für die Bundesforschungsantalt für Fischerei in Hamburg tätig. Sein Hauptarbeitsgebiet lag dabei in der Fischereitechnischen Abteilung, wo er neben der Teilnahme an Testreihen zur Entwicklung neuer Schleppnetze auf Dorsch, am Programm zur Reduzierung der Beifänge in der Garnelenfischerei mitwirkte.

Zeitweilig war er freiberuflich und ehrenamtlich mit Befischungen und Freilanduntersuchungen im Gebiet Hamburgs beschäftigt.

Robert Jankowski ist seit seinem sechsten Lebensjahr passionierter Angler und hat zum Anfang seiner Laufbahn mit einer Bambusstippe den Rotaugen nachgestellt.

Mittlerweile gilt sein anglerisches Interesse im Süßwasser eher Schleien und Hechten, im Salzwasser stellt er dem Dorsch nach. Im Hafengebiet geht er aber auch gerne mal auf Zander und Flunder los.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Februar 2011 um 18:37 Uhr
 
Petition gegen Wasserkraftwerke in der Schweiz Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Jankowski   
Mittwoch, den 26. Januar 2011 um 09:44 Uhr

Liebe Angelkollegen,

den ASV Hamburg erreichte eine Bitte des Schweizerischen Fischerei-Verbandes.

Sie hoffen auf eine rege Unterstützung ihrer online Petition gegen den weiteren Ausbau der Wasserkraft in der Schweiz.

Wir alle kennen die fischereilichen Problematiken, die mit der Wasserkraft einhergehen und die Bilder gehäckselter Aale stehen einem Angler dabei vor dem inneren Auge.

Die Durchgängigkeit der Flüße, die in der EU mit der Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden soll, ist u.a. für unsere Wanderfischarten von größter Bedeutung.

Unterzeichnet also bitte die Petition unserer Schweizer Freunde: http://petition.sfv-fsp.ch/?pid=6

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 26. Januar 2011 um 09:56 Uhr
 
Kurzfristiger Stress mit verzögerter Wirkung auf das Überleben von Fischen im eisbedeckten See Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 03. Januar 2011 um 08:20 Uhr

Fische unterm Eis: Andauernder Stress kann bei Fischen zu einer erhöhten Wintersterblichkeit führen (Grafik: ©2011 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)Kurzfristige Stressereignisse werden normalerweise von allen Organismen ohne bleibende Schäden toleriert. Ein internationales Forscherteam fand nun in einer Feldstudie an kanadischen Großmaulbarschen heraus, dass eine fünftägige Erhöhung des Stresshormons Kortisol Monate später zu einer verfrühten Wintersterblichkeit führte. Bisher ging man davon aus, dass nur chronischer Stress Auswirkungen auf Überleben und Fitness bei Fischen hat.

Milder, über längere Perioden andauernder Stress kann positiv auf Organismen wirken oder aber wichtige Lebensfunktionen schädigen, wenn Stress chronisch wird und der Stressabbau nicht gelingt. Lediglich kurzfristige Stressereignisse, in der Fachsprache als akuter Stress bezeichnet, werden von Organismen hingegen meist problemlos toleriert. Dass dies nicht zwangsläufig der Fall ist, zeigt eine neue Studie eines Forscherteams aus Kanada, USA und Deutschland, publiziert im Fachjournal Physiological and Biochemical Zoology (Bd. 83, S. 950-957).

In einem Feldexperiment wurde.........

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Januar 2011 um 08:28 Uhr
 
Gesucht: die Schwarzmundgrundel Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Jankowski   
Mittwoch, den 22. Dezember 2010 um 12:10 Uhr

Gesucht: die Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus)

 

Liebe Anglerfreunde,

zum Jahresabschluss bekam ich heute von Dr. habil. Ralf Thiel von der Universität Hamburg die Bitte nach Daten und Fangmeldungen von der Schwarzmundgrundel aus dem Gebiet der Elbe.

Diese Art kommt ursprünglich aus dem Schwarzmeer-Raum und wurde durch Balastwasser in den 90er Jahren in die Danziger Bucht eingeschleppt. Sie breitet sich seitdem über die Ostsee aus und hat Norddeutschland bereits erreicht.

Damit ihr wisst, von welchem Fisch die Rede ist hier ein Bild:

 

© by LSFV Schleswig Holstein

Diese Grundelart wird ca. 15-20 cm groß, als maximale Länge ist in der Literatur 25cm angegeben.

Zusätzlich noch  zwei Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzmund-Grundel

http://www.fischschutz.de/Fremdarten/Die-Schwarzmundgrundel-%E2%80%93-eine-neue-Art-erobert-den-Nord-Ostsee-Kanal.html

 

Der zweite Artikel handelt von der Ausbreitung der Schwarzmundgrundel im Nord-Ostsee-Kanal und ist vom Kollegen Rüdiger Neukamm vom LSFV Schleswig Holstein.

Wenn ihr den Bericht von der Naturschutztagung des VDSF gelesen habt, wisst ihr, dass diese Art mittlerweile zu Millionen im Rhein vorkommt und man dort ernsthafte Probleme mit den eingeschleppten Grundelarten hat.

Ich habe Herrn Dr. Thiel zugesichert, dass wir ihn in seinem Forschungsvorhaben unterstützen wollen, soweit uns das als Anglerschaft möglich ist.

Schickt bitte eure Fangmeldungen, am besten mit Datum, Foto und Fangort an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Vielen Dank für eure Mitarbeit, Michael Grabow und ich leiten dann die Daten an Herrn Dr. Thiel weiter.

Robert

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Dezember 2010 um 16:10 Uhr
 
Bericht vom VDSF Seminar Naturschutz Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robert Jankowski   
Montag, den 06. Dezember 2010 um 08:38 Uhr

Bericht vom VDSF Naturschutzseminar „Gebietsfremde und einheimische Fischarten in Fließ- und Stillgewässern“ am 20/21.11.2010 in Frankfurt.

 

Moderator der Veranstaltung war Herr Prof. Dr. Kurt Schreckenbach

 

Vorträge:

  1. Referent: Dr. Christian Wolter (Leibnitz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin

Thema: „ Nicht-einheimische Fischarten in Deutschland – Probleme und Handlungsmöglichkeiten für die Fischerei“

In der Studie wurden Einbürgerungs- und Ausbreitungsgeschichte nicht einheimischer Fischarten in Deutschland dokumentiert.

Ziel war es Anzeichen für eine Beeinträchtigung einheimischer Arten abzuleiten, die Haupteintragspfade aufzuklären, eine künftige Ausbreitung vorherzusagen und Handlungsoptionen für die Gewässerbewirtschaftung aufzuzeigen. Fischarten, wie Regenbogenforelle, Bachsaibling und Blaubandbärbling,  sind durch Besatzmaßnahmen in Gewässersysteme eingebracht worden. Zu beachten in diesem Zusammenhang ist aber, dass nicht eine rasante künstliche Verbreitung und auch nicht deren zahlreiche Vorkommen ein Indiz für die Invasivität (Einschleppung) der Arten darstellen. Dokumentiert wird bei den genannten Arten nur ihre hohe wirtschaftliche Bedeutung.

Angel- und Binnenfischerei unterliegen einer starken Regulierung in Bezug auf die Ausbringung neuer gebietsfremder Arten.

Unreguliert dagegen sind das unbeabsichtigte Entweichen von Fischen aus Aquakulturanlagen und das lebende Ausbringen von Fischen aus Aquarien und Gartenteichen. Letzteres geschieht oft durch falsch verstandene Tierliebe und mangelnde Sachkenntnis.

Beispiele sind die diversen amerikanischen Krebsarten, die teilweise mittlerweile in Deutschland etabliert sind, aber bei denen immer wieder durch Aquarianer neue Arten beispielsweise in den Rhein ausgebracht werden und zu Massenbeständen heranwachsen.......

Bericht weiterlesen als PDF-Dokument (90 KB)

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 07. Dezember 2010 um 11:35 Uhr
 
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