Projekte

Projekt „Bille Aal“, Aalschutz in der Unteren Bille

  

 

Aktualisierung 25.10.2017

Am 25.10.2017 durften wir den Wirtschaftssenator Frank Horch bei einer unserer Reusentleerungen an Bord begrüßen. Dieser kam mit einem Aufgebot der Presse, welche auf einem Boot der Fischereiaufsicht untergebracht wurde und uns eskortierte. Auf der Fahrt zu den Reusen nutzen wir die Gelegenheit, um in Ruhe mit dem Senator über das Projekt und auch über die Wichtigkeit der Bille für die Hamburger Angler zu sprechen.

An zwei der ausgelegten Reusen konnte der Senator anschließend selbst seine Fähigkeiten als Fischer unter Beweis stellen, indem er uns tatkräftig beim Einholen der Reusen und Sortieren der Aale half.

Anschließend ging es mit dem Boot durch die Tiefstackschleuse hinaus auf die Elbe, wo die Aale dann vom Senator wieder in die Freiheit und hoffentlich Richtung Sargassosee entlassen wurden.

Dies geschah natürlich unter den wachsamen Augen der Medienvertreter und war anschließend im NDR Fernsehen und der Bild-Zeitung zu sehen.

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/Wassertaxi-rettet-Hamburger-Aal-Bestand,ndraktuell40796.html

 

http://www.bild.de/regional/hamburg/aal/ziehen-um-53654498.bild.html

 

Darüber hinaus finden Sie im Zeit-Newsletter „Elbvertiefung“ ein kurzes Interview mit unserem Fischereibiologen Robin Giesler.

http://www.zeit.de/hamburg/2017-10/elbvertiefung-01-11-17

 

Am 1.7.2017 fiel der Startschuss für das Projekt „Bille Aal“. Seitdem werden in der Unteren Bille Aale mit Reusen gefangen, gewogen und vermessen. Blankaale und Aale über 70 cm, die langsam aber sicher die Metamorphose zum Blankaal beginnen werden aussortiert und in die Elbe umgesetzt. Um den Aalbestand langfristig zu sichern sind diese Projekte leider notwendig, da Querbauwerke die Laichwanderung vieler Aale unterbinden. So können die Aale aus der Unteren Bille nur mit viel Glück selbstständig durch die Schleusen in die Elbe gelangen und von dort die Laichwanderung zur Sargassosee antreten. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt durch zwei Biologiestudenten unterstützt wird. Einer befindet sich am Ende seines Masterstudiums und schreibt seine Masterarbeit über die Aale in der Unteren Bille. Die dafür notwendigen Daten werden während des Projektes erhoben. Unterstützt wird die Arbeit durch die Ichthyologische Abteilung der Universität Hamburg. Die Arbeit wird hoffentlich neue wertvolle Erkenntnisse über den Aalbestand der Unteren Bille liefern, so dass das Management in den nächsten Jahren noch verbessert werden kann. (26.07.2018)

Der Angelsport Verband Hamburg e.V. freut sich, Ihnen mitteilen zu können, dass es uns gelungen ist, von der BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) Fördergelder für ein Aal-Schutzprojekt in der Unteren Bille einwerben zu können. Die Untere Bille hat ein Einzugsgebiet von 13,4 km² und steht nur über Schleusen mit der Elbe in Verbindung. Da Sie im Sinne der EU WRRL als stark veränderter Wasserköper gilt, gibt es von Seiten der Stadt Hamburg bisher keine Bestrebungen, eine Durchgängigkeit zur Elbe zu schaffen. In den letzten Jahren durchgeführte fischbestandskundliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Aalbestand überaltert ist. Dies deutet darauf hin, dass die Tiere nicht abwandern können oder die Abwanderung zumindest stark gestört ist. Um wenigstens eine gewisse Abwanderungsquote gewährleisten zu können, wird der ASV Hamburg ab Juli 2017 beginnen, Aale in der Unteren Bille unter Einsatz von Reusen zu fangen und abwanderungs-bereite Tiere in die Elbe umzusetzen. Darüber hinaus werden alle gefangen Aale gewogen und vermessen, sowie stichprobenartig auf Parasiten untersucht. Die Daten liefern dann wichtige Erkenntnisse über die Größe und den Zustand der Population in der Unteren Bille.

Weitere Informationen über das Projekt folgen nach Beginn der Befischungen, sobald uns erste Daten vorliegen.

Wir hoffen, mit dem Projekt einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der gerade auch bei Anglern sehr beliebten Art in Hamburg leisten zu können.