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UNSER NEWS ARCHIV

You wanna be where you can see our troubles are all the same you wanna be where everybody knows Your name days are all share them with me oh baby are the voyages of the Starship Enterprise

Pumpspeicherkraftwerk in Geesthacht als Artenkiller?!

Die Landessportfischerverbände (LSFV) Schleswig-Holstein und Niedersachsen und die Vereinigung für Fischerei und Gewässerschutz Bereich Lüneburg (VFGL) fordern als unmittelbar betroffene Fischereiausübungsberechtigte den Energiekonzern Vattenfall auf, sofort den Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks Geesthacht einzustellen. Mitzeichner einer gemeinsamen Erklärung sind der Verband Deutscher Sportfischer, der Angelsportverband Hamburg (ASV-HH), der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern, der Landesnaturschutzverband (LNV) Schleswig-Holstein und die Gemeinschaftsinitiative Elbefischerei (GI Elbe). Bis alle erforderlichen Maßnahmen des Fisch- und sonstigen Artenschutzes nach dem aktuellen Stand der Technik umgesetzt sind, sollte das Kraftwerk abgeschaltet bleiben.

In Folge der Senkung des sogenannten Wasserpfennigs hat Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager im November die Wiederaufnahme des Betriebs des Pumpspeicherkraftwerks in Geesthacht gestartet, ohne dass die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz von Wasserlebewesen getroffen wurden. Die Verbände prüfen zurzeit, wie juristisch gegen die vom Land Schleswig-Holstein erteilte Betriebsgenehmigung vorgegangen werden kann. Dabei wird entscheidend sein, ob Verletzungen nationaler und europäischer Vorschriften vorliegen und vom Betreiber und den Behörden eventuell wissentlich in Kauf genommen wurden.

Bis zu 140 Kubikmeter Wasser je Sekunde darf das Pumpspeicherwerk der Elbe entnehmen. Das entspricht etwa der Hälfte des mittleren Niedrigwasserabflusses der Elbe in diesem Bereich. Bis zu unglaublichen 360 Kubikmeter Wasser je Sekunde könnten wieder in die Elbe zurückfließen.

Aufgrund des Fehlens von Fischschutzanlagen gehen die Natur- und Umweltschutzverbände davon aus, dass täglich……

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Fisch des Jahres 2012: Die Neunaugen

Grafik: Manfred Siedler – Bergedorfer Kommunikationsdesign/Hamburg

Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Angler Verband (DAV) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Neunaugen zum Fisch des Jahres 2012 gewählt.

Neunaugen, deren Entwicklung rund 400 bis 500 Millionen Jahren zurückreicht, gehören zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den „Fischen“, sondern zu den so genannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugenbestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll aber auch darauf hingewiesen werden, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Fortbestand der einzelnen Arten zu sichern.

In Deutschland gibt es vier Neunaugenarten: Bach- und Flussneunauge, Ukrainisches Neunauge sowie das Meerneunauge. Statt des gewöhnlichen Fischmauls mit Ober- und Unterkiefer haben alle Arten einen kreisförmigen, innen bezahnten Saugmund auf der unteren Seite des Kopfes. Der Körper ist aalförmig und hat keine Schuppen. Die deutsche Bezeichnung Neunauge ist sehr alt und entstand durch ungenaue Beobachtung Die eigentlichen Augen, die nur einfach vorhandene Nasenöffnung und die sieben, seitlich gelegenen Kiemenöffnungen erwecken bei flüchtigem Betrachten den Eindruck, das Tier hätte neun Augen auf jeder Körperseite.

Alle Neunaugen laichen im Süßwasser ab und kommen dort zur Welt. Während die Bachneunaugen das ganze Leben im Süßwasser verbringen, handelt es sich beim Fluss- und Meerneunauge um Wanderarten. Direkt nach der Umwandlung zum erwachsenen Tier wandern sie ab in die Brackwasserregionen oder ins Meer. Dort ernähren sie sich parasitisch, indem sie sich an Fischen festsaugen und mit ihrem Zungenkopf die Haut aufraspeln. Dabei nehmen sie Blut und Gewebeteile auf. Z. T. bohren sie sich sogar bis in die Körperhöhle des Opfers vor. Im Gegensatz dazu nehmen Bachneunaugen im erwachsenen Zustand keine Nahrung mehr zu sich und werden somit auch nicht als Fischschädlinge auffällig. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife erlischt bei allen Arten die Nahrungsaufnahme.
Zur Fortpflanzung steigen Fluss- und Meerneunaugen oft mehrere hundert Kilometer in die Flüsse zu ihren Laichgebieten auf (sog. Lang-Distanz Wanderer). Im Frühling bilden sich Laichgesellschaften, die unter aktiven Paarungsspielen Laichgruben ausheben, indem sie mit Hilfe des Saugmaules Steine aufsammeln und entfernen. Nach dem Laichakt sterben die Neunaugen an Entkräftung.

Die geschlüpften blinden Larven, Querder genannt, vergraben sich im Sand oder Schlamm. Der Kopf bleibt frei und filtert feine Nahrungspartikel wie Kleinlebewesen oder Pflanzenteilchen aus dem Wasser. Das Larvenstadium ist die längste Phase im Leben der Neunaugen. Es dauert mindestens fünf Jahre. Anschließend vollziehen die Tiere einen erstaunlichen Gestaltwandel vom Larven- zum Erwachsenenstadium.
Im 19. Jahrhundert waren Neunaugen in unseren heimischen Gewässern noch sehr häufig und weit verbreitet. Sie wurden durch die Fischerei genutzt und waren als Nahrungsmittel des Menschen bis ins 20. Jahrhundert beliebt. Durch Verschmutzung und Verbau der Gewässer sind sie stark zurückgegangen. Wo durch Regulierungen keine sandigen Sedimentbänke mehr vorkommen, oder durch Aufstau kiesige Laichplätze verloren gegangen sind und Sandbänke von Schlamm überdeckt werden, verschwinden auch die Neunaugen. Hindernisse wie Querverbauungen können sie nicht überwinden und auch so manche Fischaufstiegshilfen nicht passieren.

Sollte der Ausbau von Wasserkraftwerken und Querbauwerken vorangetrieben werden, ist zu befürchten, dass sich der mancherorts inzwischen wieder gebesserte Erhaltungszustand der Neunaugen wieder verschlechtern könnte.
V.i.S.d.P.
Verband Deutscher Sportfischer e.V., Offenbach, den 18.11.2011
Peter Mohnert
-Präsident-

 

neunaugenmesser

Für Sammler hat der VDSF auch das Messer zum Fisch des Jahres 2012 herausgebracht.

Das neue Messer zum Fisch des Jahres 2012 ist ein kräftiges, aber dennoch elegantes Taschenmesser für den täglichen Gebrauch. Es wurde exklusiv von der Firma Haller fürden VDSF gefertigt. Die Griffbeschalung besteht aus Leichtmetall mit einer Auflage aus Ebenholz.
Alle Metallteile sind dunkelgrau beschichtet.

Das Messer wird in einer edlen Holzbox mit VDSF Aufdruck und einer robusten Cordura-Messertasche geliefert. Es kostet 24,50 € und ist im VDSF-Shop erhältlich

Klingenlänge 8,5 cm, 440 Stahl.

Hochseesprintern geht die Luft aus

Ein Blauer Marlin bei einem Boot, von dem aus Wissenschaftler eine Messsonde an dem Hochseefisch angebracht haben.
Foto: Guy Harvey

Sauerstoffabnahme im tropischen Atlantik begrenzt den Lebensraum von Marlin & Co

In den tropischen Ozeanen wachsen die Zonen mit wenig oder gar keinem Sauerstoff im Meerwasser – das zeigen unter anderem die Arbeiten Kieler Wissenschaftler. Jetzt konnten Forscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) zusammen mit Kollegen aus den USA, Kanada und Großbritannien nachweisen, dass dieser Sauerstoffrückgang bereits den Lebensraum großer Hochseefische wie Marline oder Thunfische deutlich eingeschränkt hat. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschaftsjournals „Nature Climate Change“

 

Der Blaue Marlin gehört nicht nur zu den größten, sondern mit Spitzengeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde auch zu den schnellsten Fischen im Atlantischen Ozean. Für derartige Höchstleistungen ist er – wie andere große Hochseefische auch – auf eine großzügige Versorgung mit Sauerstoff angewiesen. Doch Sauerstoff ist im Ozean nicht gleichmäßig verteilt und Regionen mit zu geringen Konzentrationen begrenzen den Lebensraum der Hochseefische. „Genau diese Regionen werden messbar größer“, sagt der Ozeanograph Dr. Lothar Stramma vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). Zusammen mit Dr. Eric Prince vom National Marine Fisheries Service in Miami (USA), Dr. Sunke Schmidtko vom Pacific Marine Environmental Laboratory in Seattle (USA) und weiteren Forschern aus Kiel, Halifax (Kanada) und Miami (USA) hat er anhand von Beobachtungsdaten untersucht, ob die Regionen, in denen große Hochseefische leben können, wirklich kleiner geworden sind. Das Ergebnis ist alarmierend. „Der Lebensraum des Blauen Marlins im tropischen Ostatlantik ist zwischen 1960 und 2010 um 15 Prozent geschrumpft“, sagt Dr. Stramma. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe des internationalen Fachmagazins „Nature Climate Change“.
In allen tropischen Ozeanen existieren unterhalb einer gut durchlüfteten Wasserschicht an der Meeresoberfläche Zonen mit reduziertem Sauerstoffgehalt. Sie werden Sauerstoffminimumzonen genannt. Bedingt durch den CO2-Anstieg in der Atmosphäre und den damit verbundenen Temperaturanstieg erwarten Forscher eine allgemeine Abnahme des Sauerstoffgehalts im Ozean. Das liegt zum einen daran, dass wärmeres Wasser nicht so viel Sauerstoff aufnehmen kann. Zum anderen sinkt weniger sauerstoffreiches Wasser in subpolaren Regionen ab und folglich werden die tiefen Schichten des Ozeans weniger belüftet. „Anhand von Modellrechnungen und Messungen im tropischen Atlantik kennen wir die Ausbreitung der Sauerstoffminimumzonen. Außerdem kennen wir die Sauerstoffkonzentration, die Hochseefische zum Leben benötigen. Daraus konnten wir berechen, wie groß deren Lebensräume in Atlantik sind“, erklärt Dr. Stramma. Zusätzlich haben die Wissenschaftler insgesamt 47 Blaue Marline mit Messsonden versehen, um ihr Tauchverhalten zu beobachten. Diese Daten haben die Annahmen bestätigt. „Die Marline tauchten nur in den vorhergesagten Wasserschichten. Die Wassertiefe, in die sie vordringen, wird dabei immer kleiner, weil sich die Sauerstoffminimumzonen in Richtung Wasseroberfläche ausdehnen“, erklärt Dr. Stramma. Eine Ausdehnung der sauerstoffarmen Gebiete führt also in den oberen Wasserschichten des Ozeans zu einem Verlust des Lebensraums. Damit ist gleichzeitig das Risiko verbunden, dass oberflächennahe Fischereimethoden die Bestände der großen Hochseefische noch mehr bedrohen. bluemarlin_messsondeEric Prince (links), einer der Autoren der “Nature Climate Change” Studie, bringt eine Messsonde an einem Blauen Marlin an. Foto: NOAA fisheries

Die Stärke des Lebensraumverlustes könnte tiefgreifenden Einfluss auf das Ökosystem des offenen Ozeans und die Hochseefischerei z.B. für Schwert- und Thunfischfang nehmen. Hohe Fangraten in Gebieten mit reduziertem Lebensraum könnten zu einer Überschätzung der Fischpopulation führen. „Somit sollte das Phänomen der Reduzierung des Lebensraums bei der Festsetzung der erlaubten Fangmengen berücksichtigt werden“, resümiert der Kieler Ozeanograph.

Die vorgestellten Messergebnisse sind ein wichtiges Zwischenergebnis für die laufenden Arbeiten im Kieler Sonderforschungsbereich SFB 754: „Klima – biogeochemische Wechselwirkungen im tropischen Ozean“. Der SFB 754 soll helfen, das Wechselspiel von

dr-lothar-strammaDr. Lothar Stramma, Erstautor der aktuellen “Nature Climate Change”-Studie, erklärt ein Schemabild zur Ausbreitung der Sauerstoffminimumzonen.
Foto: IFM-GEOMAR

Klima, Chemie, Physik und Biologie des tropischen Ozeans besser zu verstehen. „Gerade die aktuelle Studie zeigt, dass die Veränderungen des verfügbaren gelösten Sauerstoff im Ozean sehr konkrete Auswirkungen auf die Lebewelt und letztendlich auf den Menschen haben kann“, betont Dr. Stramma.

Weitere Informationen: Der Sonderforschungsbereich 754
Der Sonderforschungsbereich 754 „Klima – biogeochemische Wechselwirkungen im tropischen Ozean“ wurde 2008 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR eingerichtet. Im November 2011 entschied die DFG auch die zweite Phase bis 2015 zu finanzieren. Untersuchungsschwerpunkte des Großforschungsprojektes sind die Reaktion tropischer Sauerstoffminimumzonen auf Änderungen in der Ozeanzirkulation und Ventilation des tiefen Ozeans, das Verhalten der Senken und Quellen von Nährstoffen bei Veränderungen im Sauerstoffgehalt und die Größenordnungen, Zeitskalen, und wichtigsten Kontrollmechanismen von früheren, heutigen und zukünftigen Veränderungen im ozeanischen Sauerstoff- und Nährstoffhaushalt.

logo_ifm-geomarOriginalarbeit:
Stramma, L., E.D. Prince, S. Schmidtko, J. Luo, J.P. Hoolihan, M. Visbeck, D.W.R. Wallace, P. Brandt, und A. Körtzinger (2011): Expansion of oxygen minimum zones may reduce available habitat for tropical pelagic fishes. Nature Climate Change,
http://dx.doi.org/10.1038/NCLIMATE1304

Angler für eine „lebendige Alster“

Voller Einsatz: Thorsten Böhme und Maik Otto vom Anglerverein “Alster” kippen Kies in die Alster. Foto: Frank Schlichting

 

Im Zuge des Projekts „Lebendige Alster“ sind Ende Oktober in der Alster bei Bergstedt mehrere Kiesbetten angelegt worden. Mit Schaufeln und Schubkarren wurden insgesamt 180 Tonnen Kies versenkt. Unter der Leitung des BUND und des NABU haben sich neben dem Angelsport-Verband Hamburg und dem Angelverein „Alster“ viele freiwillige Helfer wie Schulklassen und die freiwillige Feuerwehr beteiligt.

Finanziert wird das Ganze unter anderem von der Otto-Stiftung und ist auf einen Zeitraum von 4 Jahren angesetzt.

Auf der Flussstrecke unterhalb der Trillup-Brücke wurde der Kies an mehreren Stellen verteilt. Er soll in erster Linie die Fließgeschwindigkeit der Alster erhöhen und aufsteigenden Bach- und Meerforellen eine Grundlage zum Laichen bieten.

Da dieser Bereich allerdings einer der tiefsten und langsam fließendsten Vereinstrecken des AV Alster ist, war punktuell sehr viel Kies notwendig, damit die Strömungsgeschwindigkeit sichtbar schneller wurde. An einigen Stellen wurde der Kies nur im Uferbereich verteilt, während an anderen Stellen das gesamte Flussbett bis zum gegenüber liegenden Ufer eine Kiesschicht erhielt. Jetzt gilt es abzuwarten, was diese schweißtreibende Aktion bewirken wird.

Bereits im Jahr 2008 wurden vom AV Alster 35.000 Meerforellen-Brütlinge in Nebenflüssen der Alster ausgesetzt. Theoretisch könnten also in den nächsten Jahren die ersten Meerforellen zurückkehren und die neuen Kiesbetten zum Laichen nutzen. Dafür müssten aber noch an allen Schleusen Fischtreppen entstehen.

Da an der Schaartor Schleuse und an der Rathaus Schleuse Schiffe geschleust werden, sind sie theoretisch auch für Meerforellen durchgängig.

An der ersten großen Hürde, der Fuhlsbüttler Schleuse, entsteht im Zuge der Umbaumaßnahmen gerade eine Fischtreppe.

png-logo-rgb_350pxDie nächste Barriere wäre dann die Poppenbüttler Schleuse (wobei Meerforellen bei Hochwasser theoretisch in der Lage sein müssten, das Wehr zu überspringen). Der seitliche Kanal wäre für eine Fischtreppe jedenfalls wie geschaffen!

An der Mellingburger Schleuse können die Fische jetzt schon den seitlichen Überlauf wunderbar als Aufstiegshilfe nutzen.

Wenn dann noch die Wohldorfer Schleuse eine Fischtreppe bekommt, hätten die Meerforellen in der Alster freie Bahn, denn alle weiteren Schleusen sind inzwischen offen. Es wäre doch ein echter Erfolg, wenn irgendwann tatsächlich Meerforellen in die Alster aufsteigen würden!

Brandungsangel-Schnuppertag für Jugendliche

Der

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und das

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veranstalten am

Samstag den 28.04.2012 um 10.00 Uhr im „Gasthof Meetz“ im Ortsteil Bannesdorf auf Fehmarn einen

Brandungsangel-Schnuppertag für Jugendliche

Das Gemeinschaftsfischen ist eine Veranstaltung für Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr in einer kleinen Runde, und auf max. 40 Teilnehmer begrenzt.

Alle Teilnehmer müssen sich persönlich und schriftlich beim Veranstalter anmelden.

Hier könnt Ihr Euch die Auschreibung als PDF herunterladen

Ozeanversauerung bringt Fischbestände in Gefahr

Wie das Leibnitzinstitut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in einer neuen Studie berichtet, sind die Fischbestände nicht nur durch Überfischung bedroht. Eine internationale Forschergruppe unter Leitung der Kieler Wissenschaftler konnte jetzt nachweisen, dass die durch den steigenden Kohlendioxidgehalt zunehmende Ozeanversauerung, auch Fischlarven von Speisefischen wie z. B. dem Dorsch bedroht.

Die Studie erscheint vorab in der Onlineausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change. Dass viele Fischbestände mittlerweile weltweit bedroht sind, ist nicht neu. Massive Überfischung hat sie in vielen Regionen stark dezimiert. Nun droht den Beständen von anderer Seite eine weitere Gefahr. Bedingt durch den steigenden Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre werden immer größere Mengen des Treibhausgases auch im Meerwasser gelöst und verursachen dort eine zunehmende Versauerung. In der Vergangenheit konzentrierten sich Wissenschaftler bei ihren Untersuchungen zunächst auf aus Kalkschalen aufgebaute Organismen, die als besonders gefährdet gelten. Wie die Studie einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) jetzt zeigt. …….

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Bundestag bringt Kormoranmanagement voran

Kormoran an der Elbe
(Grafik: BeKom Design Hamburg)

Quelle: www.vdsf.de

Im vergangenen November haben die Fraktionen von FDP und CDU/CSU beschlossen, dass sich die Bundesregierung für ein europaweit koordiniertes Kormoranmanagement einsetzen soll. Dazu erklärt die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:

Wir brauchen regionale, nationale und europäische Maßnahmen, um die wachsenden

Kormoranbestände zu regulieren. Der gemeinsame Entschließungsantrag von FDP und CDU/ CSU „Fischartenschutz voranbringen – Vordringliche Maßnahmen für ein Kormoranmanagement“ gibt der Bundesregierung nun ein starkes Mandat, sich auf europäischer Ebene für eine bessere Kontrolle der Kormoranbestände einzusetzen. Die FDP hat damit den jahrelangen Stillstand bei diesem wirtschaftlich und ökologisch wichtigen Thema beendet. Besonders erfreulich ist, dass auch die Fraktion Die Linke und Teile der SPD unserem Antrag gefolgt sind. Das ist ein Erfolg für den Fischartenschutz in den Gewässern, für den Schutz autochthoner Bestände und für die Fischerei. Damit unterstützen wir den vorbildlichen und ehrenamtlichen Einsatz von Anglern und Fischern für den Arten- und Gewässerschutz. Die Agrarministerkonferenz soll zudem die Kormoranverordnungen der Länder harmonisieren. Die stark unterschiedlichen Regelungen verhindern heute ein effektives
Management des Kormorans. Vögel orientieren sich weder an Länder- noch an Staatsgrenzen, deshalb ist ein koordiniertes Vorgehen erforderlich.

Der erfolgreiche Schutz des Kormorans darf nicht zu einer Gefährdung anderer Tierarten führen. So wie in Naturschutzgebieten bestandsregulierende Maßnahmen beim Fuchs möglich sind, um Vögel zu schützen, muss auch die Vielfalt der heimischen Fischfauna durch eine nachhaltige Bestandsregulierung des Kormorans geschützt werden können. Das invasive Vordringen des Kormorans in küstenferne Regionen gefährdet einheimische Fischbestände, die in ihrem Verhalten nicht an den Vogel angepasst sind. In Teichwirtschaft und Binnenfischerei machen die wirtschaftlichen Schäden nach Angaben der Branchenverbände bis zu einem Viertel des Gesamtumsatzes aus. Geschädigt werden Berufs- und Angelfischer an natürlichen Gewässern sowie Teichwirte und Fischzüchter an Aquakulturanlagen. Gefährdet ist zudem der Erhalt von Kulturlandschaften.