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Angler für eine „lebendige Alster“

Angler für eine „lebendige Alster“

Voller Einsatz: Thorsten Böhme und Maik Otto vom Anglerverein “Alster” kippen Kies in die Alster. Foto: Frank Schlichting

 

Im Zuge des Projekts „Lebendige Alster“ sind Ende Oktober in der Alster bei Bergstedt mehrere Kiesbetten angelegt worden. Mit Schaufeln und Schubkarren wurden insgesamt 180 Tonnen Kies versenkt. Unter der Leitung des BUND und des NABU haben sich neben dem Angelsport-Verband Hamburg und dem Angelverein „Alster“ viele freiwillige Helfer wie Schulklassen und die freiwillige Feuerwehr beteiligt.

Finanziert wird das Ganze unter anderem von der Otto-Stiftung und ist auf einen Zeitraum von 4 Jahren angesetzt.

Auf der Flussstrecke unterhalb der Trillup-Brücke wurde der Kies an mehreren Stellen verteilt. Er soll in erster Linie die Fließgeschwindigkeit der Alster erhöhen und aufsteigenden Bach- und Meerforellen eine Grundlage zum Laichen bieten.

Da dieser Bereich allerdings einer der tiefsten und langsam fließendsten Vereinstrecken des AV Alster ist, war punktuell sehr viel Kies notwendig, damit die Strömungsgeschwindigkeit sichtbar schneller wurde. An einigen Stellen wurde der Kies nur im Uferbereich verteilt, während an anderen Stellen das gesamte Flussbett bis zum gegenüber liegenden Ufer eine Kiesschicht erhielt. Jetzt gilt es abzuwarten, was diese schweißtreibende Aktion bewirken wird.

Bereits im Jahr 2008 wurden vom AV Alster 35.000 Meerforellen-Brütlinge in Nebenflüssen der Alster ausgesetzt. Theoretisch könnten also in den nächsten Jahren die ersten Meerforellen zurückkehren und die neuen Kiesbetten zum Laichen nutzen. Dafür müssten aber noch an allen Schleusen Fischtreppen entstehen.

Da an der Schaartor Schleuse und an der Rathaus Schleuse Schiffe geschleust werden, sind sie theoretisch auch für Meerforellen durchgängig.

An der ersten großen Hürde, der Fuhlsbüttler Schleuse, entsteht im Zuge der Umbaumaßnahmen gerade eine Fischtreppe.

png-logo-rgb_350pxDie nächste Barriere wäre dann die Poppenbüttler Schleuse (wobei Meerforellen bei Hochwasser theoretisch in der Lage sein müssten, das Wehr zu überspringen). Der seitliche Kanal wäre für eine Fischtreppe jedenfalls wie geschaffen!

An der Mellingburger Schleuse können die Fische jetzt schon den seitlichen Überlauf wunderbar als Aufstiegshilfe nutzen.

Wenn dann noch die Wohldorfer Schleuse eine Fischtreppe bekommt, hätten die Meerforellen in der Alster freie Bahn, denn alle weiteren Schleusen sind inzwischen offen. Es wäre doch ein echter Erfolg, wenn irgendwann tatsächlich Meerforellen in die Alster aufsteigen würden!

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