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Angler ticken wie Fußballfans

Angler ticken wie Fußballfans

Bisher ging man davon aus, dass Hobbyangler vor allem am Naturerlebnis und an der Entspannung am Wasser interessiert seien, der Fang hingegen nur eine untergeordnete Rolle für das Freizeiterlebnis spiele. Nun identifizierte eine Forschergruppe um Prof. Dr. Robert Arlinghaus vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Humboldt-Universität mehrere stark fangorientierte Anglertypen. Für diese ist Angeln ohne Fischfang ungefähr so wie Fußballgucken ohne Tore – kann auch mal Spaß machen, aber so richtig rund wird es erst, wenn der Fisch im Kescher beziehungsweise der Ball im Netz zappelt.

Am 08. Juni startet die Fußball Europameisterschaft. Niemand würde auf die Idee kommen, dass Menschen, viele darunter männlich, vor allem deshalb dem Ballsport zugucken, weil sie sich gemeinsam mit Freunden vom Alltagsstress entspannen wollen, der Torjubel jedoch nur von untergeordneter Bedeutung ist. Über Angler, nur 7% davon sind weiblich, wurde hingegen mehrfach berichtet, dass sie nicht primär daran interessiert seien, einen Fisch zu fangen. Stattdessen seien Entspannung und Erholung am Wasser die Hauptbeweggründe für die Angelleidenschaft, so das Credo vieler Studien seit den 1960er Jahren. Eine unkritische Umsetzung dieser Erkenntnis führte allerdings in der Fischereipraxis zu manchmal unliebsamen Überraschungen. So stellten viele Fischereimanager fest, dass die Einführung von Fangrestriktionen auf starken Widerstand der Petrijünger stieß. Ist der Fischfang für Hobbyfischer doch wichtiger als gemeinhin angenommen wurde? …..

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