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Schulung zu Fließgewässerrenaturierung beim LFV Weser-Ems

Schulung zu Fließgewässerrenaturierung beim LFV Weser-Ems

Am Mittwoch den 6.3.2013 trafen wir uns mit 5 Leuten und fuhren gemeinsam nach Colnrade, wo der örtliche Angelverein FV Colnrade am Holtorfer Bach (ein kleiner Zufluss zur Hunte), zusammen mit Dr. Jens Salva(LFV Weser-Ems), ein Renaturierungsprojekt durchführt.

Ein Teil dieses Projektes ist bereits vom Landwirtschaftministerium Niedersachsen mit dem Preis “Perle im Bach” (Kategorie Ehrenamt) prämiert worden. Der FV Colnrade ( http://www.fischereiverein-colnrade.de/index.html) hat 250 Mitglieder und sich wirklich reingekniet, um den Meerforellen und Bachneunaugen ein schönes Laich- und Aufwuchshabität zu bieten.

 

Momentan ist für die Fische in Wildeshausen noch Schluss, denn das Wehr verhindert einen Aufstieg in der Hunte bis Colnrade, aber sobald dort die Durchgängigkeit erreicht ist, finden die Fische ein gemachtes (Laich-) Bett vor. Mit einem derartigen Projekt kann man durchaus auch politischen Druck im Sinne der Fische aufbauen und so die Durchgängigkeit des Gewässers vorantreiben. Ziel des Besuches war es, den Kollegen aus den Hamburger Vereinen einen Einblick in die durchgeführten Maßnahmen zu geben und Anregungen für die eigenen Gewässer mit nach Hamburg zurück zu nehmen.

 

Einiges ist dabei umsetzbar, aber klar ist auch, dass in Hamburg eine 1:1 Umsetzung nicht möglich ist, einfach weil der Raum dafür fehlt. Leider waren die Maßnahmen noch nicht so weit gediehen, dass wir selbst praktische Erfahrungen hätten sammeln können, aber trotzdem konnten an den benachbarten Projekten, die sich in unterschiedlichen Stadien der Durchführung befinden, einige Impressionen mitgenommen werden und sehr konkrete Probleme am Beispiel diskutiert werden. Hierfür standen uns der 1. Vorsitzende des AV Colnrade, Dieter Kliersch, und Dr. Jens Salva vom LFV Weser Ems, zur Verfügung. Dieter stand zu allen Fragen, welche die Arbeiten des Vereins betrafen, Rede und Antwort, Jens übernahm den fischereibiologischen Teil.

Was immer wieder deutlich wurde, war die Wichtigkeit einer Einbindung der Menschen vor Ort in das Projekt und um das zu erreichen hat Dieter viel Laufarbeit leisten und Gespräche führen müssen. Man kann diese Arbeit nicht hoch genug bewerten!

Vielen Dank an Dieter und Jens für ihre Einladung und Unterstützung, das hat Spaß gemacht!

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Erstgespräch und Vorstellungsrunde v.li.n.re.: Bernd, Jürgen, Dieter (1.Vors. FV Colnrade), Jens, Arnd und Robert (nicht im Bild ist Marcel, Student der Fischereibiologie, er musste fotografieren)   Gang am noch nicht renaturierten Teilbereich
     
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Im Sommer , bei Niedrigwasser ist diese Röhre mit Absturz ein unüberwindbares Hindernis für Jung- und Kleinfische, sowie Krebse und Insektenlarven.   Sandrippen zeigen die mangelhafte Strömungsgeschwindigkeit an
     
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Hierfür gab es eine Auszeichnung: renaturierter Bereich des Holtorfer Baches und die danebenliegende, zeitweise überflutete Aue. Der Bach wird nur mittels Strommahd unterhalten.   Vortrag am Objekt: rechts Dr. Jens Salva
     
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 Projektbeschreibung   Bereits umgestalteter Bereich des Holtorfer Baches. Das Bachbett ist durch Pfähle und Faschinen festgelegt, die im Laufe der Zeit verrotten, dann ist das Bett aber durchwurzelt und stabil. Sichtbar ist ebenfalls die heraufgesetzte Strömung.
     
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Ehestorfer Bach: direkt Vergleich des alten und des in 2012 neu geschaffenen Bachbettes.
Strukturlose Sandwüste wird durch Kieslückensystem ersetzt. In der nächsten Woche wird das neue
Bachbett angeschlossen werden.
     
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Rechts im Bild: der alte, grade Bachverlauf wird als Überschwemmungsgebiet genutzt.   Das Wurzelwerk der 3 Jahre alten Erle bildet einen Unterstand für Insekten und Jungfische.
     

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