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Plastikpartikel in Elbe & Co.

Plastikpartikel in Elbe & Co.

Das Team des Hamburger Forschungsschiffes “Aldebaran” war 15 Tage auf den norddeutschen Flüssen vom Berliner Wannsee über die Spree, Havel, Weser und Elbe bis ins Wattenmeer unterwegs und sammelte Wasser- und Bodenproben. Am gestrigen Dienstag stellten sie erste Untersuchungsergebnisse vor.

“Nicht nur Plastiktüten und Müll zerreiben sich mit der Strömung an Steinen und im Sediment und werden flussabwärts transportiert”, sagte die wissenschaftliche Leiterin der Expedition, Sandra Schöttner von der Universität Bergen in Norwegen. “Es gibt auch Hinweise auf Mikro- und Nanopartikel, die aus Haushalten kommen.” Es handele sich um Partikel und Fasern, die aus

Peelings, Zahnpasta, Seifen Fleecepullovern und Scheuermitteln stammen und mit dem Abwasser in die Flüsse gespült werden.

Diese sehr kleinen Kunststoff Partikel werden von Fischen für Nahrung gehalten. Darum fressen sie die Partikel, können  diese aber natürlich nicht verdauen. Dadurch füllt sich der Fischmagen immer mehr und der Fisch denkt er wäre satt. In Wirklichkeit aber hat er NULL Nährstoffe aufgenommen und verhungert schließlich.

Die mikroskopisch kleinen Kunststoffpartikel bleiben aber nicht im Magan-Darm-Trakt der Fische. Sie wurden auch bereits im Fleisch der Tiere nachgewiesen.

In den nächsten Wochen wollen die Wissenschaftler die Kunststoffarten eingehend analysieren. “Wir suchen Stoffe, die sich im Wasser nur schlecht, dafür aber in Fett sehr gut lösen”, sagte Gesine Witt von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Diese Stoffe sind für Mensch und Tier besonders gefährlich.

Der von uns Menschen so sehr geliebte Kunststoff ist für die Binnengewässer und sogar für die Ozeane inzwischem zu einem Fluch geworden. Selbst in den unglaublichen Weiten des Pazifiks finden sich bereits seit Jahren unglaubliche hohe Mengen von Kuststoffpartikeln und größeren Kuststoffteilen im Wasser.

Im Nordostpazifik lässt sich das Phänomen besonders eindrucksvoll besichtigen: Zwischen Kalifornien und Hawaii hat sich ein rund drei Millionen Tonnen schwerer Plastikteppich gebildet, der etwa so groß ist wie Mitteleuropa. Kreisende Strömungen von Wind und Wasser sorgen dafür, dass der Zustrom an Müll von den Küsten, hier niemals versiegt (Bericht zum “Müllkarusell im Pazifik lesen).

 

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