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UNSER NEWS ARCHIV

You wanna be where you can see our troubles are all the same you wanna be where everybody knows Your name days are all share them with me oh baby are the voyages of the Starship Enterprise

Sauerstoffmangel in der Elbe

Aktuell besteht in der Hamburgischen Tideelbe die akute Gefahr von Fischsterben. Die O2-Werte sind im Minimum unter 1,0 mg/l gefallen.

 

Der ASV Hamburg bittet etwaige Fischkadaver, am besten mit Ort und Datum sowie Art (gerne mit Fotobeleg) an die Mailadresse [email protected] zu melden.

Oft weisen Ansammlungen von Möwen auf am Uffer liegende oder auf dem Wasser treibenden tote Fische hin.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe

 

Nitratgehalt in Deutschen Gewässern zu hoch

Der erlaubte Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Wasser sei in Deutschland zwischen 2008 und 2011 an gut der Hälfte aller Messstellen überschritten worden, teile die EU-Kommision mit.

Bei 40 Prozent der Messstellen sei er im Vergleich zu den Vorjahren sogar gestiegen.

Zu viel Nitrat fördert Algenwachstum und erstickt das Leben im Wasser. Darüber hinaus kann Nitrat aus dem Trinkwasser nur mit sehr hohen Kosten entfernt werden.
Somit sei die deutsche Regierung ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen, zusätzliche Maßnahmen gegen die hohen Nitratwerte zu ergreifen, teilte die Kommission in Brüssel mit.

Die EU-Kommission verlangt von Deutschland zusätzliche Maßnahmen gegen die Verunreinigung von Wasser durch Nitrate. Ein am Donnerstag angedrohtes Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof zielt besonders auf eine Reduzierung des landwirtschaftlichen Düngens mit Gülle und Kunstdünger ab.

Die Bundesregierung hat entsprechende Maßnahmen jedoch erst für Nov. 2014 in Aussicht gestellt.

 

Fotowettbewerb Natur im Fokus – Hamburgs grüne Vielfalt entdecken!

lm Rahmen des Jubiläums “100 Jahre Stadtgrün”, lädt die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) zu einer fotografischen Entdeckungsreise in Hamburgs Parks und Grünflächen ein.

ln ihnen kommen neben vielen Zierpflanzen auch zahleiche heimische Pflanzen- und Tierarten vor. Das öffentliche Grün bietet mit seiner gestalterischen Vielfalt von der Wiese bis hin zum alten Wald wichtige Lebensräume für die wilde Natur (Anmerk. der Red.: Wobei der ASV Hamburg der Meinung ist, dass auch die Unterwasserwelt und das Umfeld der Hamburger Gewässer zur dieser “wilden Natur” gehören)

Diese Natur möchte die BSU entdecken und sichtbar machen

Fotowettbewerb Natur im Fokus:
Hamburgs grüne Vielfalt entdecken!

Mitmachen kann jeder:
Natur- und Fotografie-Interessierte von jung bis alt, Hamburger und Gäste, mit der großen Spiegelreflex- oder der Handykamera.

Der Fotowettbewerb wird in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt durchgeführt. Die besten Arbeiten werden in einer Ausstellung an einem prominenten Ort in Hamburg und
im Hamburger Abendblatt präsentiert. Außerdem gibt es Sachpreise und Spezialexkursionen zu Hamburgs Naturschätzen zu gewinnen.

Das Anmeldeformular und alle weiteren organisatorischen Details sind unter:
www.hamburg.de/fotowettbewerb-natur zu finden.

Einsendeschluss ist der 30. September 2014

Umfrage: Sind Hobbyangler Tierquäler?

Die meisten Deutschen glauben, dass Fische Schmerzen empfinden können. Dennoch akzeptiert ein Großteil der Bevölkerung das Angeln aus moralischer Sicht, insbesondere wenn es zur Nahrungsbeschaffung oder zur Gewässerhege erfolgt. Auch das vom Angler selbstentschiedene Zurücksetzen von großen, entnahmefähigen Fischen nach dem Fang aus ökologischen Gründen hält das Gros der Bevölkerung für unproblematisch. Das und vieles mehr ergab eine repräsentative Umfrage zur Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei, die vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gemeinsam mit der Humboldt-Universität vorgelegt wurde.

Rund 7 % der Deutschen angeln regelmäßig in ihrer Freizeit. Zugleich ist die Angelfischerei durch das Tierschutzgesetz streng reglementiert. Vor allem das Angeln ohne sogenannten vernünftigen Grund ist tierschutzrechtlich verboten, wenn dadurch Fischen Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch der Teufel steckt im Detail. So gibt verschiedenste Ansichten über die guten Gründe, die das Hobbyangeln legitimieren. Zudem ist sich die Wissenschaft bezüglich der Schmerz- und Leidensfähigkeit von Fischen uneinig. Dr. Carsten Riepe (IGB) und Prof. Dr. Robert Arlinghaus (IGB und Humboldt-Universität zu Berlin) bilden mit Hilfe ihrer nun publizierten repräsentativen Umfrage erstmals die Stimme der Bevölkerung in Deutschland zum Thema Angeln und Tierschutz ab. Die wichtigsten Ergebnisse können auf Basis von über 1000 zufällig in ganz Deutschland ausgewählten Befragten folgendermaßen zusammengefasst werden:

 

1.      Angeln ist positiver besetzt als die Freizeitjagd
Nur ein Fünftel der Deutschen lehnt das Angeln aus moralischen Gründen ab. Für die Mehrzahl der Befragten (61 %) ist das Angeln als Freizeitbeschäftigung positiv oder neutral besetzt.  Ein Angelverbot würde mehrheitlich nicht unterstützt werden. Im Vergleich dazu wird die Jagd deutlich negativer bewertet.

2.      Fische können Schmerzen empfinden, aber wohl begründetes Angeln wird akzeptiert
Die meisten Befragten glauben, dass eine Forelle Schmerz empfinden kann. Auch sind über 40 % der Deutschen der Meinung, dass das Angeln für Fische schmerzhaft ist. Dennoch findet die große Mehrheit der Bevölkerung die Hobbyfischerei akzeptabel, insbesondere wenn sie zur Nahrungsbeschaffung (62 % Zustimmung) oder als ökologische Hegemaßnahme (69 % Zustimmung) erfolgt. Die ethische Bewertung des Angelns orientiert sich dabei vor allem an der Intention des Fischenden und weniger daran, was dem Fisch an der Angel passiert. 88 % der Befragten finden es moralisch völlig akzeptabel, Fisch zu essen.

3.      Es besteht kein besonders dringender Bedarf zur Verbesserung des Tierschutzes beim Hobbyangeln
Tierschutz ist ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. Doch wird von der Mehrheit der Bevölkerung (74 %) kein dringender Bedarf gesehen, den Tierschutz in der Freizeitfischerei zu verbessern. Eine Verbesserung des Tierschutzes wird in anderen Bereichen der Mensch-Tier-Interaktion, wie z.B. in der Versuchstierhaltung oder in der Landwirtschaft, als viel wichtiger empfunden.

4.      Gegenwärtig bereits verbotene Praktiken wie Wettangeln und der Einsatz lebender Köderfische sind nicht akzeptiert, Put-and-Take-Angeln und die Verwendung von Setzkeschern sind hingegen okay.
Die hierzulande verbotenen Formen des Wettangelns ohne Verwertungsabsicht und die Verwendung lebender Köderfische werden von der Mehrheit der Befragten rigoros abgelehnt. Gleiches gilt für das ebenfalls unerlaubte, nicht waidgerechte Töten von Fischen durch Erstickenlassen. Beim Put-and-Take-Angeln besetzen die Betreiber kommerzieller Angelteiche schlachtreife Fische, welche Kunden für ein Entgelt wieder herausangeln können. Auch diese Praktik ist in Deutschland aus Tierschutzsicht kritisch diskutiert. Tatsächlich aber hat die Mehrheit der Befragten kein Problem damit (51 % finden es völlig akzeptabel, 29 % stehen der Praktik neutral gegenüber, 20 % lehnen dies ab). Ganz ähnlich verhält es sich mit der Verwendung von Setzkeschern. Diese werden eingesetzt, um gefangene Fische lebend im Gewässer zu halten, bis sie weiter verwertet werden. Ihr Einsatz wird von der Mehrheit der Bevölkerung als unproblematisch angesehen.

5.      Ökologische Gründe rechtfertigen Catch-and-Release entnahmefähiger Fische
Als Catch-and-Release-Angeln (Fangen und Zurücksetzen) bezeichnet man eine Angelpraxis, bei der Fische, die groß genug und legal entnahmefähig sind, nach dem Fang wieder in das Gewässer zurückgesetzt werden. Da in Deutschland das Angeln vor allem mit dem vernünftigen Grund der Verzehrabsicht toleriert wird, gibt es in einigen Bundesländern die Regelung, dass prinzipiell entnahmefähige Fische nach dem Fang entnommen werden müssen. Mit anderen Worten: Es herrscht ein Entnahmegebot und ein Zurücksetzverbot. Die Mehrzahl der Bürger steht einem selektiven Zurücksetzen aus ökologischen Gründen nach Selbstermessen des Anglers jedoch positiv gegenüber – zum Beispiel, um kleinen Fischen  das Heranwachsen in den Bestand zu ermöglichen (78 % Zustimmung) oder um große Laichfische für den Bestand zu erhalten (65 % Zustimmung). Gesellschaftlich weniger akzeptiert ist es, wenn das Zurücksetzen zur Selbstprofilierung genutzt wird, beispielsweise um  anderen Anglern den Wiederfang zu ermöglichen. 56 % der Befragten finden dies verwerflich. Doch auch ein totales Zurücksetzen aller Fische wird nur von 40 % der Bevölkerung abgelehnt. Die Gesellschaft hat damit eine moderatere Einstellung zum  Catch-and-Release als viele Veterinär- und Fischereibehörden oder zahlreiche Tierschutz- und Angelfischereiverbände.

Insgesamt zeigt die Studie, dass Gesetzgeber, Behörden und Angelverbände das Tierschutzgesetz in vielen Fällen gemäß der allgemeinen Bevölkerungsmeinung zum Angeln in Deutschland auslegen. Doch gibt es auch überdenkenswerte Bestimmungen. Insbesondere die gegenwärtig weitverbreitete Entnahmepflicht ist für den Bestandsschutz aus ökologischen Gründen kontraproduktiv. Eine liberalere Regelung, die selektives Zurücksetzen von ökologisch bedeutsamen großen Fischen ermöglicht, würde aus Sicht der Bevölkerung grünes Licht erhalten und auch den Beständen zu Gute kommen.

Die Ergebnisse dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung sind in der Reihe „Berichte des IGB“ unter dem Titel „Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei” erschienen. Der Bericht steht unter www.besatz-fisch.de zum Download bereit. Insgesamt wurden 1043 zufällig ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Die Antwortquote aller ausgewählten Personen betrug über 72 %. Die Datensammlung und -auswertung wurde durch die am IGB angesiedelten Projekte Adaptfish (gefördert im Rahmen des Pakts für Innovation und Forschung durch die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gemeinschaft) sowie Besatzfisch (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) ermöglicht.

Eva-Maria Cyrus, Carsten Riepe & Robert Arlinghaus

QUELLE
Riepe, C. & Arlinghaus, R. (2014). Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zum Tierschutz in der Angelfischerei. Berichte des IGB, Heft 27/2014.